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Crocs, das sind Kunststoffschuhe in meist leuchtenden Farben. Seit der Gründung des amerikanischen Unternehmens Crocs Inc. gewannen die bunten Schuhe zunehmend an Beliebtheit. Mittlerweile gibt es wohl kaum einen Quadratkilometer, der hierzulande Crocs-frei wäre. Da fragt man sich doch zugleich: Was ist es, das diese im Grunde recht schlichten Kunststoffschuhe so angesagt macht? Worauf gründet sich der Crocs-Hype? Nun, nicht abzustreiten ist, dass das Tragen von Crocs durchaus Vorteile birgt – und zwar Vorteile praktischer Art. Das Material aus dem besagte Schuhe hergestellt werden, wurde auf den Namen PCCR getauft. PCCR steht für Proprietary closed-cell resin – es ist nicht porös und Wasser schadet ihm ebenso wenig wie Badelatschen. Die Tatsache, dass PCCR nicht porös ist, birgt jedoch noch einen weiteren Vorteil, der die Hygiene betrifft. Pilze und Bakterien haben es bei diesem Material wesentlich schwerer zu haften. Kein Wunder also, dass man Crocs in den letzten beiden Jahren vermehrt in Arztpraxen antraf.
Damit jedoch nicht genug, ein weiterer Vorteil besteht darin, dass sich das Schaumharz bei Körper- bzw. Fußtemperatur an die individuelle Fußform anpasst. Schön und gut, doch kann man mit Crocs auch halbwegs gut laufen? Kann man - und zwar nicht nur halbwegs gut, sondern richtig gut. Herkömmliche Modelle bringen nicht einmal 200g auf die Waage. Zugegeben, damit sind Crocs nicht ganz so leicht wie die ebenfalls sehr angesagten FlipFlops, doch schwerer als gewöhnliche Sommerschuhe sind sie sicherlich auch nicht. Übrigens, ihre Geburt hatten die Crocs nicht etwa in der Arztpraxis oder sonst einem auf Hygiene bedachtem Ort. Vielmehr stammt der ursprüngliche Crocs, der sogenannte Beach-Crocs, aus dem Bootsfahrer-Milieu. 2002 wurden die ersten 1000 Paar Beach-Crocs an den Mann gebracht. Bis zu ihrem weltweiten Siegeszug dauerte es allerdings noch gute drei Jahre. 2005 schlugen Crocs im Schuhmarkt ein wie eine Bombe. Weltweit verkaufte man über sechs Millionen Paar und sicherte sich somit einen Gewinn von rund 17 Millionen Dollar. Was die Verkaufszahlen für das letzte Jahr angeht, ist nur wenig bekannt. Nur soviel: 2007 betrug der Gewinn Wikipedia zufolge 168 US-Dollar. Mit Blick auf derartige Summen, dürfte der eine oder andere gar auf den Gedanken kommen, ein ähnlich erfolgreiches Schuhwerk zu entwerfen. Fragt sich nur welches – man darf jedenfalls gespannt sein, welcher Schuh-Hype nach den Crocs entfacht wird.
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